Die Irre von Chaillot

Komödie von Jean Giraudoux

Sie haben klein angefangen und sich mit krummen Geschäften an die Macht und ans Kapital gebracht: der Präsident, der Baron, der Börsenmakler und einige andere geldgierige Spekulanten. In einem Pariser Café gründen sie eine Geheimgesellschaft und planen einen gigantischen Coup: Unter den Straßen von Paris wurden riesige Erdöl-Reserven entdeckt, natürlich muss dafür die halbe Stadt gesprengt werden inklusive ihrer Kathedralen und Baudenkmäler. Ein Bomben leger ist bereits engagiert. Doch die zerstörerischen Pläne bleiben nicht unbemerkt: Die »Irre von Chaillot«, Untergrundkönigin und Schutz herrin der kleinen Leute, heckt mit ihren nicht minder irren Freundinnen und einem Heer von Getreuen einen Plan aus, um die Stadt zu retten. Und nicht nur das: Diesmal sollen die Bösen restlos vernichtet werden …
Giraudoux schrieb »Die Irre von Chaillot« 1943 als morbides Märchen, in dem das Gute siegt und das Böse bestraft wird, eine böse, aber höchst vergnügliche Farce über das Treiben von verantwortungslosen Politikern, Spekulanten und Geschäftemachern mit Pariser Flair.