Der Kaufmann von Venedig

von William Shakespeare

Leiht man sich Geld von jemandem, den man zuvor grundlos angespuckt hat? Antonio jedenfalls tut es und bittet den von allen verachteten und verhöhnten Juden Shylock um einen Kredit, um seinen Freund Bassanio bei dessen teurer Brautwerbung um die schöne Porzia zu unterstützen. Shylock gewährt das Darlehen, allerdings unter der Bedingung, bei etwaiger Zahlungsunfähigkeit Antonios diesem ein Pfund Fleisch aus dem Körper schneiden zu dürfen – in Herznähe. Antonio lässt sich auf den makabren Handel ein, ist er sich doch sicher, dass seine Handelsschiffe ihm schon bald reichlich Geld in die Kasse spülen werden. Da wird die Nachricht publik, dass ein Großteil der Flotte gesunken ist, und Shylock beginnt schon mal, sein Messer zu wetzen.