4. Sinfoniekonzert - Arktisches Feuer

Werke von Rautavaara // Grieg // Sibelius

Einojuhani Rautavaara: »Cantus arcticus« – Konzert für Vögel und Orchester op. 61
Edvard Grieg: Klavierkonzert a-Moll op. 16
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39

Werke aus dem Norden Europas stehen im Fokus des vierten Sinfoniekonzerts: 1972 erhielt der finnische Komponist Einojuhani Rautavaara den Auftrag, ein Werk für eine Promotionsfeier zu komponieren. Statt der traditionellen Kantaten-Komposition, die erwartet wurde, kreierte er sein Konzert für Vögel und Orchester op. 61, den „Cantus arcticus“. Neben dem Orchester sind bei diesem Werk Vogelstimmen zu hören, die vom Tonband abgespielt werden und die Rautavaara unter anderem am Polarkreis aufgenommen hat.

Von Finnland geht es mit Griegs Klavierkonzert a-Moll op. 16 nach Norwegen. Mit der Uraufführung seines Werkes feierte der norwegische Komponist seinen Durchbruch. Das Klavierkonzert, zu welchem Grieg von Robert Schumann inspiriert wurde, greift traditionelle musikalische Elemente Norwegens auf, wie beispielsweise den norwegischen Volkstanz „Halling“. In der Uraufführung durfte der Pianist Edmund Neupert glänzen, der nach der Uraufführung an Grieg schrieb: „Der Triumph, den ich feierte, war großartig“.

Zurück nach Finnland geht es mit Jean Sibelius, dessen Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39 unter erschwerten Umständen entstand: Ende des 19. Jahrhunderts spitzte sich die politische Situation in Finnland zu. Diese unsicheren Zeiten wirkten sich auch auf den Entstehungsprozess der Sinfonie aus, mit der Sibelius bis zur Uraufführung nicht zufrieden war. Nach dem plötzlichen Tod seiner Tochter und der Erkrankung von Sibelius´ Frau, die daraufhin an schweren Depressionen litt, entwarf der unsichere Komponist eine revidierte Fassung seines Werkes.