3. Sinfoniekonzert - Ozeane der Seele

Werke von Debussy // Chausson // Ravel // Duruflé

Programmübersicht:
Claude Debussy: »Prélude à l’après-midi d’un faune«
Ernest Chausson: »Poème de l’amour et de la mer« op. 19
Maurice Ravel: »Une barque sur l’océan«
Maurice Duruflé: Requiem op. 9

Von Liebe und Meer handeln die Werke dieses französischen Konzertprogramms. Den Auftakt macht Claude Debussys zartes „Prélude à l’aprés-midi d’un faune“, das als Hauptwerk des Impressionismus gilt. Die Ballettmusik basiert auf einem fantastischen Gedicht von Stéphane Mallarmé, welches Debussy mit großem Gespür für Klanglichkeit vertonte. Im Programm folgt Ernest Chaussons „Poème de l’amour et de la mer“ für Singstimme und Orchester. Der in Deutschland in den Spielplänen vernachlässigte Chausson gehört zu den prägenden Komponistenpersönlichkeiten Frankreichs im 19. Jahrhundert. In seinem „Poème“ vertont er in einer hochromantischen, bisweilen an Richard Wagner erinnernden Musiksprache zwei Gedichte eines befreundeten Dichters und trennt sie durch ein orchestrales Zwischenspiel. Ravels „Une barque sur l’océan“ ist das dritte Stück aus der Reihe „Miroirs“, die fünf Werke für Klavier umfasst. Besonders an diesem erst später orchestrierten Satz ist, dass das Pedal in der Urfassung das gesamte Stück über gehalten werden sollte. Den Abschluss des Konzerts bildet Maurice Duruflés 1947 uraufgeführte lateinische Totenmesse, ein inniges „Requiem“ für Sopran- und Baritonsoli, gemischtem Chor und Orchester.