La Voix Humaine - Die menschliche Stimme

ein szenisches Projekt nach Jean Cocteau // von Clara Hinterberger und Tommy Wiesner

Eine Frau und ein Telefon. Am anderen Ende der Leitung Stimmen. Es ist das Ende einer Liebe – ein letztes Gespräch, dann ist sie getrennt. Die Frau gerät hierüber in einen Daseinskampf und wird zu einem waidwunden Tier. In diesem theatralen Experiment werden es nun zwei Frauen sein: Die eine spricht, die andere singt.
So entstehen multiple Perspektiven auf das Spannungsfeld Liebe, Zwischenwelten, in denen nicht zu erkennen ist, was Traum, was Wirklichkeit ist. Was ist das für ein Raum, in dem unser wichtigstes Mittel zur Orientierung das Hören ist? Wie verändert sich die Erzählung, wenn die beiden Frauen beginnen, sich über ihr Schicksal zu verschwestern? Welcher Sound entsteht, wenn Oper und Sprechtheater eine Beziehung eingehen, wenn sich Sprache und Klang spiegeln und schließlich zu einer Partitur vereinen?

Spieldauer: ca. 80 Minuten - keine Pause